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Pilze im Rasen

Pilze im Rasen sind einer der größten Albträume für Gartenbesitzer und Rasen-Freunde. Die unerwünschten Mitbewohner im Rasen kommen oftmals von heute auf morgen und schießen sprichwörtlich über Nacht aus dem Boden. Pilze im Rasen können schwarz, weiß oder braun sein, die können vereinzelt, in Gruppen oder auch im Bogen oder auch Kreis auftreten. Der Rollrasen-Ratgeber von rollrasenshop.de erklärt Ihnen, woher Pilze im Rasen kommen, wie Sie ihn vorbeugen können und welche Gegenmaßnahmen Sie ergreifen können.

Nur hässlich? Oder auch gefährlich?

Pilze im Rasen, das sind meistens solche aus den Gruppen Hutpilz oder Bovist, wie zum Beispiel Wiesenchampignon oder Feldegerling. Da sie sich natürlichweise farblich gänzlich vom Rollrasen abheben, fallen sie sofort beim ersten Blick schon auf, und allein deswegen sind Pilze im Rasen einfach unbeliebt: Sie sorgen für unansehnliche Flecken. Doch generell muss man sich um die Pilze selbst keine großen Sorgen machen, denn sie allein sind gar nicht gefährlich für Ihren Rasen. Oft sind sie jedoch die Symptome einer Rasenkrankheit, und um die müssen Sie sich dann schon kümmern.

Wie entstehen Pilze im Rasen?

Denn Pilze können zum Beispiel das Resultat eines Pilzgeflechts im Untergrund des Rasens sein. Sie sind dann im Prinzip nur das Symptom einer im wahrsten Sinne tiefergehenden Krankheit im Rasen, bzw. im Boden, die Sie angehen müssen. Doch Pilze wachsen im Allgemeinen immer gerne dort, wo sie die für sie optimalen Lebensbedingungen vorfinden. Das ist zum Beispiel in schattigen, feuchten Gebieten der Fall. Wenn Sie also einen Bereich der Grünfläche haben, der dauerhaft im Schatten liegt, liegt die Chance damit mutmaßlich auch höher, dass Pilze im Rasen wachsen.

Pilze durch falsche Rasenpflege

Möglich ist es aber auch, dass Sie selbst für die so guten Umstände für Pilze im Rasen gesorgt haben, etwa indem Sie selbst für die hohe Feuchtigkeit gesorgt haben. Falsche Rasenpflege, genauer gesagt zu häufiges oder intensives Gießen kann durchaus auch ein Grund dafür sein, das sich Pilze im Rasen entwickeln. Das richtige gießen ist generell enorm wichtig für einen gesunden, gut wachsenden Rasen. Mehr dazu lesen Sie hier. Vor allem Staunässe kann schnell für ungebetene Mitbewohner im Rasen sorgen.

Rollrasen noch anfälliger

Besondere Achtung ist bei Rollrasen geboten. Er ist vor allem direkt nach dem Verlegen besonders anfällig für Pilzwuchs. Frisch verlegte Rasenbahnen haben sich noch nicht voll entwickelt und bilden am Anfang noch kein so starkes Wurzelwerk. Ein Grund für Pilze im Rasen. Zweiter Grund können auch organische Bestandteile im Boden sein, die jetzt, während der Prozesse des Anwachsens verstärkt zersetzt werden und Fruchtkörper an der Oberfläche hervorrufen. Dritter Grund ist wiederum zu häufiges gießen in der Anwuchsphase.

Was tun gegen Pilze im Rasen?

Wie oder woher auch immer die Pilze im Rasen kommen – Viel wichtiger ist ja noch die Frage, wie man die Pilze wieder entfernen kann. Hier gilt: Nicht einfach mit dem Rasenmäher über die Pilze fahren, denn so verteilen Sie die Sporen der Pilze überall auf dem Rasen, was wiederum in einer „pilzigen“ Katastrophe enden könnte. Gehen Sie stattdessen folgendermaßen vor: Schneiden Sie die Pilze vorsichtig mit einem Messer ab und stechen Sie die betroffenen Stellen des Bodens einige Zentimeter tief aus. Nur so ist gewährleistet, das auch das im Erdboden befindliche Pilzgeflecht mit entfernt wird. Bedenken Sie, die Pilze sind lediglich die Fruchtkörper, die Ursache liegt hier tiefer. Es ist, wie wenn Sie Unkraut jäten, das muss schließlich auch inkl. Wurzel entfernt werden, da es sonst zurückkommt.

Fruchtkörper und Myzel

Ein guter Vergleich, denn so ähnlich ist es auch mit Pilzen und ihren „Wurzeln“. Diese Wurzel beim Pilz wird nämlich Myzel genannt. Es handelt sich hierbei um den eigentlichen Pilz, ein Geflecht, das sich im Erdboden befindet und das auch wurzelähnlichen Wuchs hat. Der Pilz, den wir an der Oberfläche, im Rollrasen sehen, ist lediglich die Frucht, die dem Pilz als Sporenverteiler dient. Um den Pilz also vollständig zu entfernen, muss gesamte befallene Boden weg. In schweren Fällen von Pilzbefall – wie zum Beispiel Hexenringe – kann das auch bedeuten, dass Sie einen kompletten Bodenaustausch vornehmen müssen. Die so ausgehobene Erde im Müll entsorgen und nicht kompostieren, da der Pilz sonst eben sort weiter wuchern würde.

Pilze im Rasen: Vorsorgemaßnahmen

Aber bevor es soweit kommt, dass Sie vielleicht Ihren Boden weitläufig erneuern müssen, können Sie schon lange vorher vorbeugende Maßnahmen gegen Pilze im Rasen ergreifen. Damit die unschönen, lästigen Pilze und ihr Fruchtköper gar nicht erst im Rasen wachsen, sollten Sie bevor Sie Ihren Rollrasen verlegen den Unterboden gut umgraben, bzw Pflanzenreste entfernen, wie zum Beispiel die alte Grassode. So vermeiden Sie große Ansammlungen von abgestorbenen Wurzelresten, Totholz und Ähnlichem, von dem sich die Pilze großflächig ernähren würden. Auch an Stellen, wo abgestorbene Pflanzen standen, bilden sich vermehrt Pilze.

Vertikutieren gegen Pilze im Rasen

Und – wie erwähnt – auch Feuchtigkeit und Nässe sind ideal für Pilzwachstum. Nun kann es aber sein, dass Ihr Rasen zu verdichtet ist oder sich Rasenfilz auf ihm niedergelassen hat. In diesem Fall sollten Sie Ihren Rollrasen vertikutieren, denn so ein Rasenfilzteppich, bestehend aus Rasenschnitt und Moosen stellt einen idealen Nährboden für Pilze dar. Noch dazu raubt der Rasenfilz dem Boden Licht und Wasser. Darum raten wir, den Rasen in solchen Fällen – typischerweise wird es während der Rasenpflege im Frühjahr gemacht – zu vertikutieren, um den Filz zu entfernen und so schließlich auch der „Folgekrankheit“ Pilz vorzubeugen.

Auch Düngen kann helfen

Manchmal liegt es auch an der Verhältnismäßigkeit von Nährstoffen im Boden, dass sich Pilze im Rasen verbreiten. Wenn Ihr Rasen aus irgendwelchen Gründen geschwächt ist, kann er sich nicht mehr so gut gegen Pilze zur Wehr setzen, bzw. abgestorbene Rasen-Elemente sind Nahrung für Pilze. Stärken Sie Ihren Rasen, indem Sie ihn richtig düngen. Wählen Sie am besten einen Langzeitdünger mit Stickstoff, Kalium und Phosphor, um so die Abwehrkräfte, das Wachstum und auch die Wurzeln des Rasens zu stärken. Durch die zusätzlich Gabe von Bodenaktivatoren geben Sie dem Rasen eine mineralische Stütze an die Hand, die Pilzwachstum natürlich verhindert.

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