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Rollrasen richtig düngen

Dünger wird auch als „Doping“ für den Rasen bezeichnet. Nicht zu Unrecht, denn wenn Sie Ihren Rollrasen richtig düngen, lassen Sie ihm damit einen echten Schwung an wertvollen Nährstoffen angedeihen. Das ist gleichwohl nicht immer zwingend notwendig, denn wenn ein Rasen satt-grün ist und in vollem Saft steht, geht es ihm bereits gut. Hier kann zusätzliches Düngen statt eines positiven Effekts auch genau das Gegenteil bewirken. Der Rollrasen-Ratgeber von rollrasenshop.de erklärt, unter welchen Bodenbedingungen Sie Ihren Rollrasen düngen müssen und wann Sie aus welchem Grund mit welchem Dünger unterstützend eingreifen können.

Grundsätzliche Fragen zum Düngen

Entflechten wir den vorigen Satz einmal etwas, um zu verstehen, welche grundsätzlichen Fragen sich rund um das Rasen Düngen ranken. Einmal geht es darum, zu ergründen, ob der Rasen Dünger braucht oder nicht. Falls ja, gibt es weiter wichtige Folgefragen, derer Sie sich annehmen müssen, wie zum Beispiel die Frage nach der Jahreszeit. Gedüngt wird im Herbst und im Zuge der Rasenpflege im Frühling. Wichtig ist auch, aus welchem Grund gedüngt wird – ist es eine Schwächung des Rasens durch den Winter oder eine der zahlreichen Rasenkrankheiten? Oder ist der pH-Wert im Boden für den Rasen zu niedrig oder zu hoch? Sind diese Grundfragen geklärt, ergibt sich daraus im Prinzip der richtige zu verwendende Dünger, mit dem Sie Ihren Rollrasen richtig düngen werden.

Warum düngt man Rasen eigentlich?

Eine weitere, vielleicht noch grundsätzlichere Frage geht aber erstmal dahin, zu fragen, warum Rollrasen Dünger braucht. Zunächst einmal: Nicht nur Rollrasen düngt man, sondern auch viele andere Pflanzen. Die Bauern tragen Dung auf die Felder auf, damit ihre Pflanzen besser wachsen. Das ist so, weil Dünger wichtige Nährstoffe für die Pflanzen enthält. Und daher, wenn Sie Ihren Rollrasen düngen, verabreichen Sie ihm Nährstoffe, die er dringend zum Wachsen und Gedeihen braucht, bzw. die er nicht aus seinem Nährboden (in ausreichender Menge) bekommt.

Das bringt Düngen Ihrem Rollrasen

Das führt dazu, dass sich der Boden verändert, genauer gesagt der pH-Wert, und die Düngung bewirkt gleich mehrere positive Effekte bei Ihrem Fertigrasen:

  • fördert das Wachstum
  • sorgt für strahlend grünes Gras
  • begünstigt die Robustheit der Wiese
  • beschert Ihrem Rasen Langlebigkeit

Also durchweg alles positive Aspekte, die Ihrem Rollrasen gut tun. Düngen ist zwar nicht so wichtig wie Gießen und muss auch nicht so regelmäßig und häufig passieren, aber gerade bei hoch frequentierten, viel beanspruchten Rasenflächen ist eine Düngung des Rasens regelmäßig zu empfehlen.

Wann muss ein Rasen nicht gedüngt werden?

Regelmäßig ja, aber nicht überdüngen! Ja, es kann auch sein, dass Ihr Rollrasen nicht gedüngt werden muss. Wann, das sehen Sie im Prinzip selbst. Machen Sie den schnellen optischen Test, sehen Sie sich Ihren Rollrasen an: Sieht er schön grün aus, hat durchgehend dichten Wuchs und eine durchgehend fleckenfreie Fläche ohne kahle Stellen? Dann müssen Sie Ihren Rollrasen nicht düngen, mehr noch: Sie sollten ihn dann auch nicht düngen, denn wenn es dem Rollrasen gut geht, ist überflüssiges Rasen-Düngen bestenfalls ohne Effekt, es kann aber auch schaden.

Extra-Portion Dünger für Sport- und Spielrasen?

Durchaus ein wenig öfter können Sie aber mit dem Dünger helfen, wenn Ihr Rasen viel beansprucht ist. Sport- und Spielrasen ist so eine Rollrasensorte, die ja in erster Linie dafür da ist, viel beansprucht zu werden. Auf solchen Wiesen wird gerannt, gespielt, vielleicht mal gefoult. Hier erlebt die Grasnarbe viele physische Belastungen, das heißt vor allem Schäden durch z.B. Schuhe oder Stollen. Es kommt zu vielseitiger Beschädigung der Rasenfläche, wie auch tiefen Einschnitten, mehrere Zentimeter in die Erde hinein. Plattgetrampelte Rasenhalme sind da nur das Mindeste. Solche Rasen brauchen öfter einmal Dünger, weil sie häufig aus eigener Kraft nicht mehr regenerieren, vor allem wenn sie in kurzen Intervallen und in hohem Maße beansprucht werden. Unser Sport- und Spielrasen berücksichtigt dies – Er ist sehr scherfest und regeneriert von sich aus sehr schnell.

Wann Rollrasen düngen?

Und während diese Art von Rasen auf Grund seiner extremen Beanspruchung oft gedüngt werden muss, sind die eigentlichen Regelzeiten für eine Rasen-Düngung genau festgelegt. Es handelt sich um Herbst und Frühling. Während stark beanspruchte Rasen auch im Sommer noch eine Zwischendüngung bekommen, sind die meisten Rasen mit je einer Düngung zum Herbst und zum Frühling gut versorgt. Das passiert deswegen in dieser Form, weil zwischen diesen beiden Düngungen der Winter liegt, und der ist geprägt von Entbehrungen für alle Pflanzen, nicht nur für den Rollrasen. Das Düngen im Herbst sorgt für einen Schub an Nährstoffen, einen Vorschuss sozusagen, damit Ihr Rollrasen gut durch den Winter kommt. Dieses „Polster“ ist schließlich im Frühling verbraucht und der Rasen bekommt nun zur Erholung und neuerlichen Stärkung im Frühling Dünger. Hier sollten Sie Anfang März als Zeitpunkt ansetzen, denn dort liegt für gewöhnlich auch der Beginn des Rasenwachstums.

Dünger-Sorten – die Unterschiede

Dass der Dünger für die jeweilige Jahreszeit genau passend und auf die aktuellen Bedürfnisse Ihres Rollrasens abgestimmt ist, dafür sorgen in aller Regel schon die Baumärkte, wo Sie nämlich Ihren Dünger sehr gut bekommen können. Herbstdünger, bzw. Frühlingsdünger sind so zusammengesetzt, dass Sie dem Rasen jetzt genau den richtigen Mix an Nährstoffen geben. So bestehen Frühjahrsdünger und Sommerdünger zum Beispiel aus einem heterogenen Mineralienmix, während Herbstdünger sich meist auf Kalium konzentriert.

Mineralisch oder organisch – der richtige Dünger für den Rasen

Auch zwischen den Attributen mineralisch und organisch wird beim Rasendünger unterschieden und auch die Wirkungen der beiden Dünger sind freilich unterschiedlich.

Mineralischer Dünger: So steht mineralischer Dünger für eine kurzfristige, schnelle Wirkung. Er besteht aus reichlich Stickstoff, Kalium und Phosphor in einem Granulat (wie zum Beispiel Blaukorn) und können Mangelerscheinungen kurzfristig beheben.

Organischer Dünger: Ganz anders dagegen organischer Dünger. Er zielt eher auf einen permanenten Langzeiteffekt ab und basiert vor allem auf Stickstoff. Die Grundlage für organische Dünger sind zum Beispiel Pflanzenabfälle oder tierische Produkte, wie z.B. Hornmehl oder Hornspäne; Kompost ist ein sehr prominenter Vertreter dieser Dünger-Art. Organischer Dünger wirkt langsam aber auch lang. Die organischen Bestandteile müssen erst im Boden von Mikroorganismen zersetzt werden, da sie in gebundener Form in den Boden gelangen. Dann aber wirkt ein organischer Dünger für lange Zeit, möglicherweise sogar den ganzen Sommer über und stärkt so den Rollrasen nachhaltig. Da der Dünger biologisch ist, besteht hier auch keine Gefahr der Überdüngung.

Rollrasen richtig düngen: Gleichmäßigkeit

Dennoch sollten Sie auch organischen Dünger immer schön gleichmäßig verteilen. Dazu empfehlen wir einen extra dafür gemachten Streuwagen, den Sie Ihrem Rollrasen-Zubehör hinzufügen oder auch leihen können. Fahren Sie längs und dann noch einmal in Querrichtung über den Rollrasen, um ihn voll und gleichmäßig mit Dünger zu versorgen. Nach dem Düngen ausreichend wässern, damit der Boden den Dünger besser aufnehmen kann. Nach der Düngung aber nicht sofort Mähen, da sonst viel Dünger verloren gehen kann.

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