Rollrasen verlegen
Anleitung, Pflegetipps & Kosten im Überblick
Rollrasen ist die perfekte Lösung für alle, die nicht lange auf eine dichte, gleichmäßige Rasenfläche warten möchten. Ob im Neubau-Garten, nach einer Sanierung oder als Ersatz für einen strapazierten Altbestand – mit hochwertigem Fertigrasen erhalten Sie in kürzester Zeit ein ansprechendes Ergebnis. Damit das Verlegen gelingt und der Rollrasen optimal anwächst, sind jedoch einige wichtige Schritte zu beachten – von der Bodenvorbereitung über die richtige Verlegetechnik bis zur ersten Pflege nach dem Ausrollen.
In diesem Ratgeber zeigen wir Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie Rollrasen fachgerecht verlegen, welche Werkzeuge Sie benötigen, und worauf es beim Wässern, Walzen und Düngen wirklich ankommt.
Was ist Rollrasen?
Rollrasen – auch Fertigrasen genannt – ist eine vorgemähte, dicht gewachsene Rasensode, die in Bahnen geliefert und auf der vorbereiteten Fläche direkt verlegt werden kann. Er wird unter idealen Bedingungen professionell vorkultiviert und eignet sich hervorragend für die schnelle Neuanlage oder Renovierung von Rasenflächen im Garten. Die Verlegung erfolgt zügig und mit sofort sichtbarem Ergebnis – eine praktische Option für alle, die nicht monatelang auf gleichmäßiges Rasenwachstum warten möchten.
Welche Arten von Rollrasen gibt es?
Je nach geplanter Verwendung und Standortbedingungen stehen Ihnen verschiedene Rollrasensorten zur Auswahl. Achten Sie bei der Wahl auf die Eigenschaften der Fläche, die Beanspruchung und die Lichtverhältnisse:
- Premium-Rollrasen: Dieser eignet sich besonders für hochwertige Ziergärten, da er durch seine feine Struktur und gleichmäßige Optik überzeugt.
- Spiel- und Sportrasen: Diese robuste Mischung ist ideal für stark beanspruchte Rasenflächen, etwa in Familiengärten oder bei Haustieren.
- Schattenrasen: Diese Rasensorte ist auf halbschattige bis schattige Lagen abgestimmt und wächst auch bei reduzierter Sonneneinstrahlung zuverlässig.
So finden Sie den passenden Fertigrasen für Ihre Bedürfnisse – egal ob für den Hausgarten, die Neuanlage oder die Renovierung einer bestehenden Rasenfläche.
Welche Werkzeuge benötigt man zum Rollrasen verlegen?
Damit die Verlegung von Rollrasen gelingt, sollten einige grundlegende Werkzeuge griffbereit sein. Je nach Flächengröße und Untergrund können weitere Hilfsmittel sinnvoll sein:
- Spaten oder Motorhacke (Bodenfräse): Damit wird der Untergrund gelockert, alte Grasnarben oder Wurzelreste lassen sich entfernen.
- Rechen und Schaufel: Diese helfen bei der Feinplanie, dem Einebnen und dem Entfernen von Steinen oder groben Klumpen.
- Walze oder Rasenwalze: Nach dem Verlegen dient sie zur Anpressung der Rasensoden, damit der Rollrasen guten Bodenkontakt bekommt.
- Scharfes Messer oder Spaten: Damit können die Bahnen an den Rändern sauber zugeschnitten werden.
- Rasensprenger oder Gießaufsatz: Für die gleichmäßige und ausreichende Bewässerung nach der Verlegung.
- Schnur oder Brett: Hilft beim geraden Ausrichten der ersten Reihe – besonders wichtig für eine saubere Optik.
Mit diesen Werkzeugen sind Sie bestens ausgestattet, um Rollrasen fachgerecht zu verlegen und optimale Bedingungen für das Anwachsen zu schaffen.
Den grünen Teppich ausrollen
Bevor Sie den Rollrasen verlegen, stellen Sie sicher, dass der Untergrund gut vorbereitet und eben ist. Die Rasenfläche sollte trittfest, sauber und frei von Steinen, Wurzelresten oder Unkraut sein.
Sobald der Rollrasen geliefert wurde, beginnt die entscheidende Phase: Verlegen Sie den Fertigrasen möglichst direkt nach der Ankunft, damit er frisch bleibt und keine Schäden durch Hitze oder Lagerung entstehen. Für den Rasen ist der Transport ein Stressfaktor – je kürzer die Zwischenzeit, desto besser für das spätere Wachstum.
Übrigens: Bester Zeitpunkt im Jahr, um Rollrasen zu verlegen, liegt in der Zeit zwischen Frühjahr und Herbst, idealerweise von April bis Oktober. Besonders gut geeignet sind die Monate im Frühjahr, wenn der Boden bereits frostfrei ist, die Temperaturen moderat sind und ausreichend Feuchtigkeit zur Verfügung steht. Auch der Frühherbst bietet optimale Bedingungen, da der Boden noch warm ist und die Verdunstung geringer ausfällt.
Weniger empfehlenswert ist die Verlegung im Hochsommer, da hohe Temperaturen und intensive Sonneneinstrahlung eine aufwendige Pflege und häufige Bewässerung erfordern. In den Wintermonaten zwischen November und März sollte kein Rollrasen verlegt werden, da das Wachstum bei Kälte und Nässe nicht zuverlässig einsetzt.
Anleitung Rollrasen verlegen: Schritt für Schritt
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1. Boden auflockern: Harken Sie die Fläche oberflächlich auf, damit sich die Grasnarbe gut mit dem Boden verbinden kann.
2. Starterdünger ausbringen: Verwenden Sie einen nährstoffreichen Volldünger, um das Anwachsen der Wurzeln zu unterstützen.
3. Rasensoden ausrollen: Beginnen Sie an einer geraden Kante und legen Sie die Bahnen dicht stoßend nebeneinander. Vermeiden Sie Kreuzfugen.
4. Bahnen zuschneiden: Nutzen Sie ein scharfes Messer oder einen Spaten, um Randstücke passend anzupassen.
5. Rollrasen andrücken: Verwenden Sie eine Rasenwalze, um die Soden fest mit dem Boden zu verbinden und Hohlräume zu vermeiden.
6. Erste Bewässerung: Wässern Sie die komplette Fläche sofort nach der Verlegung, damit die Feuchtigkeit bis tief ins Erdreich eindringen kann.
In den ersten Tagen nach dem Verlegen gilt: Den Rasen nur vorsichtig und so wenig wie möglich betreten. Die Wurzeln brauchen Zeit, um sich mit dem Boden zu verbinden. Frühestens nach 10–14 Tagen darf die Fläche voll betreten werden.
Schritt-für-Schritt-Anleitung: Boden für Rollrasen vorbereiten
Die richtige Vorbereitung des Untergrunds ist entscheidend, damit Ihr Rollrasen gut anwächst und dauerhaft gesund bleibt. Achten Sie dabei auf folgende Punkte:
- Alten Rasen entfernen: Entfernen Sie die vorhandene Grasnarbe, inklusive Unkraut und Wurzelreste.
- Untergrund lockern: Lockern Sie den Boden 10–15 cm tief mit Spaten oder Bodenfräse – das verbessert die Durchlüftung und Wasseraufnahme.
- Fläche planieren: Glätten Sie die Rasenfläche mit Harke und gegebenenfalls Walze – Unebenheiten später ausgleichen ist schwierig.
- Steine und Fremdkörper entfernen: Entfernen Sie grobe Steine, Äste oder verdichtete Klumpen, die das Verlegen stören könnten.
- Startdünger einarbeiten: Bringen Sie optional einen Starterdünger aus, um das Wurzelwachstum zu fördern.
So schaffen Sie optimale Bedingungen, um Rollrasen zu verlegen – für einen gleichmäßigen Start und dauerhaft schöne Ergebnisse. Weitere Hinweise zur Bodenvorbereitung finden Sie in unserem Ratgeber Boden für den Rollrasen vorbereiten.
Nachbereitung
Nach der Verlegung sollten Sie den Rollrasen sorgfältig mit einer Rasenwalze anwalzen. Dadurch wird der Kontakt zum Boden verbessert, Luftzwischenräume werden reduziert und die Grasnarbe kann sich besser mit dem Untergrund verbinden.
Im Anschluss beginnt die wichtigste Phase der Pflege: das Bewässern. Gießen Sie den frisch verlegten Rasen in den ersten 2–3 Wochen täglich, idealerweise in den Morgen- und Abendstunden. Verwenden Sie etwa 15–20 Liter Wasser pro Quadratmeter, damit die Feuchtigkeit bis tief an die Wurzeln gelangt. Besonders an heißen Tagen oder bei windigem Wetter muss die Feuchtigkeit regelmäßig kontrolliert werden, um ein Austrocknen zu vermeiden.
Nach etwa 2 Wochen beginnt der Rasen sichtbar zu wachsen. Das erste Mal mähen sollten Sie, sobald die Grashalme eine Höhe von etwa 6 cm erreicht haben – das ist meist nach 2–3 Wochen der Fall. Schneiden Sie dabei nicht mehr als ein Drittel der Halmlänge, um das junge Wachstum nicht zu schwächen.
Nach etwa 2 bis 3 Wochen ist der Rollrasen in der Regel vollständig angewachsen. In dieser Zeit hat sich das Wurzelwerk fest mit dem Boden verbunden, sodass die Fläche anschließend normal betreten und belastet werden kann – sei es für Alltag, Spiel oder Gartenarbeiten.
Wie schneidet man Rollrasen an Kanten und Hindernissen zu?
Beim Verlegen von Rollrasen entstehen fast immer Bereiche, in denen die Bahnen angepasst werden müssen – etwa an Gartenwegen, Beeteinfassungen, Bäumen oder Terrassenkanten. Um die gewünschte Optik zu erzielen und Lücken zu vermeiden, sollten Sie den Rasen exakt und sauber zuschneiden.
Für den Schnitt eignen sich je nach Fläche und Form folgende Werkzeuge:
- ein scharfes Cuttermesser oder Teppichmesser
- ein gerader Spaten oder Rasenkantenstecher
- eine stabile Gartenschere für kleinere, runde Ausschnitte
Markieren Sie unregelmäßige Formen oder Kurven bei Bedarf mit Kreide oder einem schmalen Brett als Schablone. Schneiden Sie die Rasensoden möglichst in einem Zug und passen Sie die Stücke exakt in die freien Stellen ein. Achten Sie darauf, dass die Schnittkanten gut anliegen und keine Fugen offenbleiben.
Tipp: Legen Sie kleinere Stücke nicht an den Rand der Rasenfläche, sondern möglichst nach innen versetzt – das verhindert ein späteres Austrocknen an den empfindlichen Außenrändern.
Rollrasen Dünger – bei Neuverlegung direkt untermischen
Ein gesunder Rollrasen beginnt mit der richtigen Rasenpflege – und dazu gehört auch die passende Düngung. Schon beim Verlegen des Rollrasens sollten Sie einen geeigneten Starterdünger einarbeiten, um das Wurzelwachstum anzuregen und dem Rasen den nötigen Nährstoffschub für die ersten Wochen zu geben.
Empfohlen wird eine Startdüngung mit ca. 30 g/m², idealerweise direkt nach dem Harken des Bodens, kurz vor dem Ausrollen der Rasensoden. Rollrasenshop.de bietet dafür speziell abgestimmte Startmischungen, die alle wichtigen Nährstoffe für die erste Phase enthalten.
Nach dem Anwachsen – etwa 4 bis 6 Wochen nach der Verlegung – beginnt die reguläre Pflegephase. Verwenden Sie ab dann alle 6 bis 8 Wochen einen NPK-Rasendünger, um die Gräser dauerhaft zu stärken und gleichmäßiges Wachstum zu fördern. Besonders wichtig ist dies bei stark beanspruchten Flächen wie Sport- und Spielrasen.
Rollrasen verlegen: Kosten für Rollrasen pro Quadratmeter
Die Kosten für Rollrasen hängen von mehreren Faktoren ab – unter anderem von der gewählten Rasensorte, der Flächengröße, dem Aufwand für die Bodenvorbereitung und der Frage, ob Sie selbst verlegen oder den Rollrasen durch einen Fachbetrieb verlegen lassen.
Im Durchschnitt liegen die Preise bei rollrasenshop.de für Rollrasen pro Quadratmeter bei:
- Spiel- und Sportrasen: ab 2,05 €/m²
- Premium-Rollrasen: ab 2,50 €/m²
- Schattenrasen: ab 3,50 €/m²
Hinzu kommen weitere Kostenfaktoren wie Lieferkosten, Dünger oder gekühlter Rollrasen.
Werkzeugmiete (z. B. Rasenwalze oder Bodenfräse) sowie der Arbeitsaufwand, wenn Sie die Verlegung auslagern müssen Sie zusätzlich separat mit einkalkulieren.
Fazit
Mit Rollrasen verwandeln Sie Ihre Gartenfläche in kürzester Zeit in eine dichte, grüne Rasenfläche – vorausgesetzt, die Bodenvorbereitung, das Verlegen und die Pflege stimmen. Wer die richtigen Schritte und Pflegetipps beachtet, spart Zeit, vermeidet Fehler und profitiert schnell von einem belastbaren, gleichmäßigen Ergebnis. Egal ob Neuanlage oder Renovierung – Rollrasen ist eine praktische Lösung für jeden Garten.

