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Rasen richtig wässern

Wenn Sie Ihren Rasen richtig wässern, geben Sie ihm nicht nur das Wasser, das er zum Leben braucht, sondern können unter Umständen auch so manchen Rasenkrankheiten vorbeugen. Gleichzeitig kann man bei dieser scheinbar profanen, einfachen Gartenarbeit auch einiges falsch machen. Der Rollrasen-Ratgeber von rollrasenshop.de erklärt Ihnen, wie, wann und auch womit man Rasen richtig wässert und wie man es besser nicht machen sollte.

Rollrasen lebt von Wasser

Klar, ohne Wasser geht nichts im Rollrasen, im ganzen Garten, ja, auf der Welt. Alle Lebewesen brauchen Wasser, und wenn Sie gerne eine schöne, satt-grüne Rasenfläche haben möchten, sollten Sie Ihren Rasen richtig wässern. Dabei kommt es auch sehr viele verschiedene Faktoren an, und auch Zeitpunkt und Menge der Wässerung sind ganz wesentliche Faktoren beim Gießen und Wässern.

Rasen richtig wässern – wenn Niederschläge nicht ausreichen

Vor allem wenn natürlicher Regen ausbleibt oder nicht ausreicht, müssen Sie als Gärtner, Greenkeeper oder einfach nur Rasenbesitzer einschreiten und den Rasen richtig wässern. Das bedeutet, dass Sie Ihrem Rollrasen wöchentlich ca. eine Menge von 20 – 25 Liter Wasser pro Quadratmeter angedeihen lassen sollten.
Gerade beim Rasen Bewässern meinen es aber viele oft zu gut und wässern häufiger. Dafür wässern sie aber zu wenig pro Wässerung. Wenn Sie zum Beispiel im heißen Sommer nur kurz und leicht den Rasen wässern, was aber viel zu wenig ist.

Zu wenig wässern

Denn wenn man zu wenig wässert, benetzt das Wasser gerade mal die Halmoberfläche und verdunstet bereits, bevor es überhaupt das Wurzelwerk erreicht. Der Effekt: Die Rasenwurzeln siedeln sich ganz nah an der Rasenoberfläche an, was zu Verfilzung führen kann. Der Rasenfilz wiederum neigt dazu, das wenige vorhandene Wasser noch zusätzlich aufzusaugen, wodurch dem Boden noch mehr Wasser entzogen wird. Es kann eine so genannte „Sucht“ entstehen, ein Teufelkreis, wodurch der Rasen sich gelb verfärben und der Pilzbefall stark ansteigen kann.

Einmal wöchentlich wässern

Rasen richtig wässern, heißt im Großen und Ganzen einmal wöchentlich wässern, und zwar dann mit einer Menge von 20 Litern pro Quadratmeter. Bei lehmigem Boden, der nicht so viel Wasser auf einmal aufnehmen kann, wässern Sie zwei mal in kurzen Intervallen hintereinander, um die Wassermenge dann so zu erreichen. Gießen Sie dazu etwa an zwei aufeinanderfolgenden Tagen, dann aber eine Woche nicht mehr. Direkt nach dem Unkraut-Jäten sollten Sie aber übrigens nicht gießen.

Die richtige Wassermenge erkennen

Ob Sie genug gewässert haben, ermitteln Sie mit dem einfachen Glas-Trick. Sie ermitteln die richtige Wassermenge beim Wässern, indem Sie einige zylindrische, also rund Gläser auf dem Rasen aufstellen. Hierzu eignen sich zum Beispiel geleerte Marmelade-Gläser. Verteilen Sie einige der Gläser auf der Rasenfläche und beginnen Sie die Bewässerung. Sobald die Wasserhöhe in den Gläsern ca. 2cm erreicht hat, haben Sie Ihrem Rasen die richtige Menge Wasser verabreicht. Wiederholen Sie dies ein paar Male und lassen Sie zum Beispiel eine Stoppuhr dabei laufen, um für die Zukunft die erforderliche Zeitspanne zu ermitteln. Nach ein paar Malen entwickeln Sie auch ohne Hilfsmittel das Gefühl für die richtige Bewässerungsdauer.

Bodenproben – so erkenne ich die richtige Wassermenge

Und wir verraten Ihnen noch eine zweite Methode, mit der Sie herausfinden können, ob Sie richtig bewässert haben: Nehmen Sie nach dem Gießen Bodenproben von der Rasenfläche. Jetzt kommt Ihr Rollrasen-Zubehör zum Einsatz: Dazu verwenden Sie zum Beispiel ein starkes Messer und versuchen, ca. 10cm tiefe Bodenproben zu nehmen. Liegen Ihnen diese vor, schauen Sie, ob die ersten zwei Zentimeter sich trocken anfühlen, während die Probe unten Feucht (nicht nass) ist. So wäre eine optimal bewässerte Bodenprobe – umgekehrt darf es nicht sein.

Kann man den Rasen zu viel wässern?

Wie eingangs erwähnt, kann man beim Gießen und Wässern des Rasens auch viel falsch machen. Häufigster Fehler dabei: Zu viel Wasser geben. Denn dringt zu viel Wasser in den Boden ein, presst es die Luft aus den Bodenporen und der Boden überwässert. Dadurch wiederum können die Wurzeln im Boden verfaulen. Genau das können Sie mit einer Geruchsprobe überprüfen: Wenn Ihr Rasen „stinkt“ oder sich ins Bläuliche oder Gräuliche verfärbt, besteht ein soeben beschriebener Luftmangel, bzw. ein Wasserstau im Boden vor.

Das bringt Ihnen gute Bewässerung

Wenn Sie Ihren Rasen richtig wässern, hat Ihr Rasen natürlich etwas davon, aber auch Sie als Rasenbesitzer oder -Nutzer. Denn ein adäquat bewässerter Rasen ist viel stärker belastbar, regeneriert besser und st auch nicht so anfällig gegenüber Rasenkrankheiten. Zudem reichen die Wurzeln tiefer ins Erdreich, sodass Ihr Rasen insgesamt stärker und vitaler ist.
Sollten Sie Ihren Rasen falsch bewässert oder auch zu sehr „verwöhnt“ haben und jetzt die Bewässerung umstellen wollen, tun Sie dies nicht zu abrupt. Der Rasen muss sich langsam und schrittweise auf eine neue Bewässerungsmethode einstellen können.

Morgens oder abends Rasen wässern?

Abschließend noch zu einer der am häufigsten gestellten Fragen zum Thema Rasen bewässern. Gießt man besser abends oder morgens? Die beste Zeit zum Rasen-Sprengen ist theoretisch morgens zwischen 3 und 4 Uhr, denn dann ist der Boden maximal abgekühlt, sodass dann am wenigsten des verabreichten Wassers verdunstet und der größte Anteil an die Wurzeln gelangt. Wer aber nicht gerade professionell Rasen züchtet und zu dieser Zeit Besseres zu tun hat, kann gut und gerne auch noch ein paar Stunden später den Rasen gießen, aber morgens sollte es aufgrund der niedrigen Bodentemperatur schon sein. Am Abend – vor allem nach einem heißen Sommertag – ist der Boden noch so aufgeheizt, dass viel Wasser verdunstet.

Neuen Rasen mehr wässern

Eine leicht andere Taktik beim Rasen-Gießen sollten Sie bei neu verlegtem, bzw. neu gesätem Rasen anwenden. Denn dieser braucht noch Unterstützung beim Anwachsen. Wenn Sie zum Beispiel neuen Rollrasen verlegt haben, sollten Sie diesen ca. zwei bis drei Wochen gleichmäßig feucht halten. So begünstigen Sie das Anwurzeln und stärken den Rasen dabei sich auf seinem neuen Nährboden „einzuleben“.

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